Sonntag, 19. Juli 2015

Tag 2: Dunaföldvar bis Baja

Dunaföldvar bis Baja:

Start um 8 Uhr nach einem eher mäßigen Frühstück im "Garten" des Hotels. Der Kaffee war gut, der Rest .... na ja.

Ich bin heute um 4 Kontaktlinsen, 3 Feuchttücher und 2 Magnesiumtabletten leichter als gestern!!!!
Hmpf ... das Gewicht hängt sich an. Ich glaube, ich werde mein Haarspray, mein zweites Haarshampoo (ich hab 2 kleine Shampooflaschen mit) und meine Gesichtscreme irgendwo "vergessen". Körperpflege wird eindeutig überbewertet!

Heute ging es durch die ungarische Puszta.

Die ungarische Puszta ist eine Sekundärsteppe. Ursprünglich waren hier große Waldgebiete. Nach dem Einfall der Osmanen im 16. Jh. wurden die Waldgebiete großflächig gerodet. Dadurch kam es zur Versumpfung des Landes. Bis ins 20. Jahrhundert wurde dieser mit einer großflächigen Trockenlegung begegnet, die wiederum zur Versteppung führte. Auch die Begradigung und Regulierung der Flüsse, die durch die Bodenveränderungen immer wieder über die Ufern traten, trug zu dieser Entwicklung bei. Das für die ursprüngliche Flora und Fauna endgültige Ende bedeuteten die Salzsteppen. Die Bodenerosion trug dazu bei, dass heute unter sehr dünnen Humusdecken zumeist Sandschichten zu finden sind.

Heiß war es, und es wurde immer heißer. Um die Mittagszeit hielten wir Ausschau nach einem Restaurant und glaubten es gefunden zu haben:



Na ja, zu Essen gab es nichts, aber immerhin hatten sie Trinkwasser.
Hier trafen wir übrigens zwei Franzosen (Tandemfahrer mt Anhänger), die ebenfalls auf dem Weg zum Schwarzen Meer sind! Das Thema Anhänger am Fahrrad beschäftigt uns seither immer wieder. Vielleicht eine Lösung für das Gepäck? Ansonsten trifft man kaum Radfahrer, vor allem keine Tourenfahrer. Auch sonst sind die Straßen wenig befahren. Für Radfahrer natürich angenehm (sofern man auf den Straßen unterwegs ist).

WASSER!!!! Unser Wasserverbrauch war enorm! Aber das brauchten wir, da wir heute stundenlang in der prallen Sonne unterwegs waren.

Ob auf dem offiziellen Radweg Euro Velo 6:


oder der Alternativroute:


Heiß war es überall, und Schatten war Mangelware. Wir versuchten schließlich unser Glück auf der anderen Donauseite und nahmen die Fähre bei Gerjen. Da fanden wir einen Dammweg vor, ebenfalls Sand:


Nach ca. 10 km verwandelte sich dieser Sanddammweg allerdings in einen toll asphaltierten Dammweg - jedoch weiterhin in praller Sonne.


Um halb 6 erreichten wir schließlich unsere Pension in Baja:


Gesamtstrecke 92,44 km
Zeit in Bewegung 5 h 28'
Gesamtzeit 8 h 58'
max. Temperatur 42 °C (könnte echt fast hinkommen!)
Wasserverbrauch EXTREM

2 Kommentare:

  1. Gratulation zu Eurer guten Kondition! Liebe Grüße! Klaus

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  2. Hört sich alles super an, vor allem das Wetter. Weiterhin viel Spass, verfolge den Blog nicht ganz so regelmässig, aber lese es dann im Nachhinein, lg Ute

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